Da es vielen „frischen“ Posernutzern nicht klar ist: Wenn man mit Poser fotorealistische Bilder erzeugen will, kommt man um eine gute Beleuchtung der zu rendernden Scene nicht herum (das gilt allerdings nicht nur für Poser – und leider nicht nur für Poser-Frischlinge).

Und: Nein, es gibt die perfekte Standardausleutung für alle Fälle nicht wirklich.
Auch klar ist, dass man ohne „echtes“ Raytracing nicht wirklich fotoreale Bilder erzeugen kann. Für das Rendern mit Poser bedeutet das, dass generell alle benutzen Lichter im „raytrace mode“ arbeiten sollten.
Wie viele Lichter eingesetzt werden, und von welchem Typ diese sein sollten, muss meist von Bild zu Bild neu entschieden werden. Nicht selten erfordert schon eine neue Kameraposition zumindest eine Korrektur des Lichts.
Wie schon erwähnt: Das für alle Scenen geeignete beste Licht gibt es nicht. Allerdings gibt es Faustregeln, an die man sich halten kann.
Zum „raytrace mode“, der erst ab der Poserversion 5 verfügbar ist, kann man global sagen: Die Schatten sind echter, und nur durch „echtes raytracing“ bekommt man Reflektionen hin (warum Reflektionen auch dann wichtig sind, wenn man keinen Spiegel oder Chromgegenstände rendern will, erzähle ich später). Das oft gehörte Argument: „Licht mit echtem Raytrace ist zu hart“, ist, jedenfalls ab Version 6, schlichtweg falsch. Wenn eine Scene weiches Licht erfordert, kann dies über geignete Einstellungen durchaus erreicht werden.
An ab der Poserversion 6 verfügbare Features wie AO (Ambient Occlusion) oder IBL (Image Based Light) sollte man sich erst heran trauen, wenn man die Sache mit dem Licht soweit im Griff hat, dass man weiss was man tut