Archiv für Oktober 2006

Halloween

Oktober 30, 2006

Vor zwei Jahren schon habe ich für Poser 5 einen Charakter entworfen (auf Basis von DAZ-V3), der seinerzeit Aufsehen erregt hat, und den ich hier nicht vorenthalten will:)

Bei dieser Figur kommt neben den “Custom Morphs” eine handgemalte Displacementmap zum Einsatz.

halloween based on V3

Mehr zu diesem Character.

Der Kopfschmuck stammt aus einer noch älteren Entwicklung und benutzt ausschliesslich die ab Poser 5 möglichen Shader zur Texturierung.

Licht und Schatten – die Dritte

Oktober 30, 2006

Licht, Schatten und Form

Wer die Bilder aus dem vorigen Beitrag aufmerksam betrachtet hat, wird festgestellt haben, dass es sich um ein und dasselbe Modell handelt. Trotzdem erscheint das Gesicht im ersten Bild schlanker, spitzer. An der vermeintlich anderen Gesichtsform trägt zwar auch der leicht geöffnete Mund im ersten Bild bei, hauptsächlich jedoch liegt es daran, dass das Gesicht mit Schatten “modelliert” worden ist.

Das zweite, untere Bild ist gleichmässiger ausgeleuchtet (durch das Fülllicht, das daher seinen Namen hat: Es füllt die Bereiche, die sonst im Schatten liegen). Das Hauptlicht kommt von oberhalb des Modells, weniger seitlich als im ersten Bild, so dass unter dem Kinn ein Schatten entsteht. Was zur Folge hat, dass das Kinn nicht mehr spitz erscheint.

Wie man anhand dieses kurzen Beispiels sieht, dient Licht nicht nur der Ausleuchtung, sondern kann auch zum Modellieren verwendet werden. Streiflicht von leicht unten ist zum Beispiel gut dazu geeignet (Trauer) Ränder unter Augen zu zaubern (wenn denn im Modell welche vorhanden sind), die man nicht wahrnehmen wird, wenn das Licht frontal auf das Modell scheint.

Ich hoffe, dass ich mit dem kleinen Exkurs über die letzten drei Beiträge deutlich machen konnte, dass die Ausleuchtung einer Poserszene durchaus mehr Aufmerksamkeit verdient hat, als ein schlichtes Klicken auf ein vorgefertigtes Lichtset.

Wer neben der “Poserei” noch mit der Kamera auf Bilderfang geht, wird dies ohnehin wissen. Und er wird wissen (oder leicht verstehen), dass Licht beim 3D-Rendern den gleichen Stellenwert hat wie in der Fotografie. Allerdings hat man mit dem “künstlichen Licht” eines 3D-Programms Möglichkeiten, von denen ein Fotograf mit einer teuren Studioanlage nur träumen kann. Jedenfalls dann, wenn man Licht und Schatten in 3D richtig “im Griff” hat.

Apropos Studio-Lichtanlage: In meinem Onlineshop gibt es ein interessantes Prop für Poser ab Version 5 zu diesem Thema.

Photolamp

Licht und Schatten – die Zweite

Oktober 30, 2006

Wieviele Lichter braucht ein gutes Bild?

Auf diese Frage gibt es eine klare Antwort: So viele wie nötig. Aber keinesfalls mehr.

Im Bild oben wurden zwei Lichter eingesetzt. Ein Punktlicht, das von rechts-hinten leutet, und ein “Scheinwerfer”, der den Kopf von seitlich links anstrahlt.

Beide Lampen arbeiten im “raytrace mode” (was ich ab jetzt nicht mehr extra erwähnen werde, da ich anderes Licht in Poser seit langem nicht mehr verwende).

Der Hintergrund ist übrigens nicht direkt in Poser entstanden, sondern als “postwork” im Nachhinein in das Bild hineinkopiert worden.

Das Original habe ich aus Poser heraus als PNG-Datei gespeichert, so ist der Poserhintergrund transparent geblieben. Mit einem “Malprogramm” habe ich dann ein Foto als Hintergrund einkopiert und sehr stark weichzeichnen lassen.

Um die Haare noch realer erscheinen zu lassen, wurden mit einem sehr kleinen Pinsel weitere, einzelne Harre in das Bild hinein gemalt.

Im nachfolgenden Bild kamen drei Lichter zur Beleuchtung zum Einsatz. Zusätzlich zu ähnlich positioniertem Vorder- und Hintergrundlicht kam noch ein Füll-Licht zum Einsatz: “Infinite”, also ein “unendliches” Licht, das, mehr oder weniger gleichmässig, die Scene schwach von vorne rechts beleuchtet.

Licht und Schatten – die Erste

Oktober 30, 2006

Da es vielen “frischen” Posernutzern nicht klar ist: Wenn man mit Poser fotorealistische Bilder erzeugen will, kommt man um eine gute Beleuchtung der zu rendernden Scene nicht herum (das gilt allerdings nicht nur für Poser – und leider nicht nur für Poser-Frischlinge).


Und: Nein, es gibt die perfekte Standardausleutung für alle Fälle nicht wirklich.

Auch klar ist, dass man ohne “echtes” Raytracing nicht wirklich fotoreale Bilder erzeugen kann. Für das Rendern mit Poser bedeutet das, dass generell alle benutzen Lichter im “raytrace mode” arbeiten sollten.

Wie viele Lichter eingesetzt werden, und von welchem Typ diese sein sollten, muss meist von Bild zu Bild neu entschieden werden. Nicht selten erfordert schon eine neue Kameraposition zumindest eine Korrektur des Lichts.

Wie schon erwähnt: Das für alle Scenen geeignete beste Licht gibt es nicht. Allerdings gibt es Faustregeln, an die man sich halten kann.

Zum “raytrace mode”, der erst ab der Poserversion 5 verfügbar ist, kann man global sagen: Die Schatten sind echter, und nur durch “echtes raytracing” bekommt man Reflektionen hin (warum Reflektionen auch dann wichtig sind, wenn man keinen Spiegel oder Chromgegenstände rendern will, erzähle ich später). Das oft gehörte Argument: “Licht mit echtem Raytrace ist zu hart”, ist, jedenfalls ab Version 6, schlichtweg falsch. Wenn eine Scene weiches Licht erfordert, kann dies über geignete Einstellungen durchaus erreicht werden.

An ab der Poserversion 6 verfügbare Features wie AO (Ambient Occlusion) oder IBL (Image Based Light) sollte man sich erst heran trauen, wenn man die Sache mit dem Licht soweit im Griff hat, dass man weiss was man tut :)

Hello world!

Oktober 30, 2006

Nach und nach möchte ich hier veröffentlichen was ich über Poser weiss und meine aktuellen 3D-Entwicklungen besprechen.